Auf dem Grundstück des zu beheizenden Objektes (auch
unter dem Haus) werden geschlossene Kunststoffsonden, aus Polyäthylen-Rohren
mit einem RohrÆ von 25 / 32 / 40 oder 50mm, in eine vertikale Bohrung ins
Erdreich abgeteuft.
Die ins Bohrloch abgeteufte Erdwärmesonde besteht aus 2
Kreisen (Duplex), die am Fuss der Bohrung jeweils (2 Rohre) mit einem
Verbindungsbogen miteinander verbunden sind. Die Bohrung wird mit einer
Kontaktmasse (Bentonit) von unten verfüllt und garantiert dadurch einen
100%-igen Kontakt der Sonde mit dem Erdreich.

Durch die Sonden fliesst eine Wärmeträgerflüssigkeit (Wasser-Glycol
oder reines Wasser), die sich auf ihrem Weg in die Tiefe und zurück durch das
im Erdreich vorhandene Wärmeangebot erwärmt.
Bei einer Bohrtiefe von 120 m hat das Erdreich das ganze
Jahr eine Temperatur von +10°C bis +12°C. In diesem Bereich arbeiten die
Sonden mit einer mittleren Betriebstemperatur, während der Heizperiode, von +2°C
bis +5°C.
Die Erdwärmesonden finden eine breite Anwendung bei Ein- und Mehrfamilienhäuser. Es werden, je nach Grösse des Hauses, Beschaffenheit des Untergrundes und der Erzeuger-leistung der installierten Sole/Wasser-Wärmepumpe, eine Anzahl Sondenmeter benötigt. Dabei wird angestrebt die in Sonden in nur einer Bohrung in Tiefen von 100 - 500 m abzuteufen, oder in Sonden gleicher Länge aufzuteilen, z.B.: 300 Sondenmeter = 2 x 150 m Bohrtiefe.
Die Wärmeentzugsleistung einer Erdwärmesonde kann heute
recht genau berechnet werden. Bei der Berechnung werden die örtlichen,
meteologischen Klimaverhältnisse, die Erdreichtemperatur, die Feuchtigkeitsverhältnisse
(wasserführende Schichten), die Höhenlage und damit die jährlichen
Heizgradtage, die geologische Wärmeleitfähigkeit des Untergrundes und die
Betriebsart der Wärmepumpe (Heizen und/oder Warmwasser) zu Grunde gelegt.
Damit der Nutzungszeit einer Erdwärmesonde von über 50 Jahren Rechnung getragen werden kann, ist eine fundierte Berechnung unablässig. Mit Schätzwerten oder groben Faustformeln kann keine zuverlässige Garantie für eine hohe Jahresarbeitszahl der Wärmepumpenanlage abgegeben werden können.